Unterstützung für Syrien und seine Nachbarn

Infografik Bild vergrößern Deutsches Engagement in Syrien (© Auswärtiges Amt) Angesichts der weiterhin dramatischen humanitären Lage in und um Syrien findet am 04. Februar in London die internationale Konferenz "Supporting Syria and the Region" statt. Deutschland, Kuwait, Norwegen und die Vereinten Nationen richten die Veranstaltung mit aus. Ziel ist neben finanziellen Hilfszusagen auch auf politischer Ebene Zukunftsperspektiven für Flüchtlinge in der Region zu schaffen, allem voran durch Bildung und Arbeitsmarktzugang.

Internationale Gemeinschaft in der Verantwortung

18 Millionen Menschen sind mittlerweile durch den syrischen Bürgerkrieg auf Hilfe angewiesen, davon über 13 Millionen innerhalb Syriens. Fast fünf Millionen haben in den Nachbarländern Zuflucht gefunden, insbesondere in der Türkei, Libanon und Jordanien. Während der blutige Konflikt in Syrien anhält, steht die internationale Gemeinschaft in der Verantwortung, humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge zu leisten und diejenigen Länder nicht allein zu lassen, die als Anrainer den Großteil der Last zu tragen haben.

Syrienkonferenz Bild vergrößern Die fünf Gastgeber laden am 04. Februar nach London (© M Integrated Solutions )

Hilfsgelder und Zukunftsperspektiven für Flüchtlinge

Deutschland stellt sich dieser Verantwortung und zählt gemeinsam mit Großbritannien, Kuwait, Norwegen und den Vereinten Nationen zu den Co-Gastgebern einer Konferenz, die am 04. Februar in London stattfinden wird. Dabei geht es darum, zunächst im Sinne einer Geberkonferenz finanzielle Zusagen für die notwendige humanitäre Hilfe einzusammeln. Darüber hinaus handelt es sich aber auch um eine politische Konferenz, die sich mit den Zukunftsperspektiven für Flüchtlinge in der Region beschäftigen wird. Besonders wichtig sind hierbei Bildungschancen für Flüchtlingskinder und der Zugang zum Arbeitsmarkt in den Nachbarländern Syriens. Außenminister Steinmeier hatte in diesem Zusammenhang bereits beim EU-Außenrat am 18.01. dafür geworben, dass etwa Jordanien im Gegenzug zur Öffnung seines Arbeitsmarkts für syrische Flüchtlinge einen besseren Marktzugang in Europa erhalten könnte. Dieser Vorschlag wird auch in London Gesprächsthema sein.

Panel "Inside Syria" unter deutschem Vorsitz

Nachdem Deutschland bereits 2014 eine internationale Ministerkonferenz zur Lage der syrischen Flüchtlinge in Berlin ausgerichtet hatte, wird bei der Londoner Konferenz der Themenbereich "Inside Syria" unter deutschem Vorsitz diskutiert. Im Vordergrund steht dabei der humanitäre Zugang zu den Opfern des Konflikts sowie frühzeitige Überlegungen zur Stabilisierung Syriens. Mit über 1,3 Milliarden Euro Hilfsgeldern seit Beginn der Syrienkrise zählt Deutschland zu den größten Geberländern weltweit. Die Unterstützung vor Ort trägt auch dazu bei, die Zahl der Flüchtlinge nach Europa zu verringern.

Auf der Londoner Konferenz werden hochkarätige Delegationen aus über 70 Nationen erwartet, sowie Vertreter internationaler Organisationen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft. Deutschland wird durch Bundeskanzlerin Angela Merkel vertreten.

Zum Weiterlesen

Konferenz-Webseite (auf Englisch)

Themenschwerpunkt Syrien

Deutsche Humanitäre Hilfe in Syrien

Berliner Konferenz zur Lage der syrischen Flüchtlinge 2014

Deutsches Engagement in Syrien

Syrische Flüchtlinge auf dem Weg in die Türkei